Stephan Klenner-Otto

Der oberfränkische Künstler Stephan Klenner-Otto (geb. 1959) hat sich mehrfach intensiv mit Werken E.T.A. Hoffmanns auseinandergesetzt. Er schuf Illustrationen zum ‚Rat Krespel‘, ‚Sandmann‘, ‚Goldnem Topf‘ und den ‚Elixieren des Teufels‘ sowie Zyklen von Radierungen. Mit frei fantasierten Köpfen stellt er seine Meisterschaft als fabulierender Gestalter von Physiognomien unter Beweis; bisweilen geraten die Porträts allerdings zu einem Horror-Kabinett der Verwüstungen und Verwünschungen – so zum Beispiel in ‚Hoffmann (Suff)‘.

In Kulmbach geboren, absolvierte Klenner-Otto von 1975 bis 1979 eine Ausbildung zum Zeichner und Drucker und teilt mit seinem Lehrer Caspar Walter Rauh (1912–1983) eine Vorliebe für das Hintergründige, Brüchige und Bizarre. Seit 1976 zeigte er seine Werke in Ausstellungen, darunter einige Male im Bamberger E.T.A. Hoffmann-Haus. Seit 1996 lebt er in Neudrossenfeld, wo er 1998 eine Skulpturenausstellung initiierte und mit dem Kulturförderpreis ausgezeichnet wurde. 2005 war Klenner-Otto Mitorganisator der Caspar Walter Rauh-Ausstellung in Kulmbach. Er ist Mitglied der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft. Zahlreiche Werke von ihm befinden sich im Bestand der Staatsbibliothek Bamberg.

Sheila Dickson: Stephan Klenner-Otto’s E.T.A. Hoffmann Illustrations

Mehr Informationen auf der Website von Sheila Dickson

Von Jean Paul zu E.T.A. Hoffmann

Ausstellung in den Bibliotheksräumen der Regierung von Oberfranken in Bayreuth vom 27. November 2025 bis zum 26. Januar 2026

Klenner-Otto, dessen bildnerisches Werk seit Jahren einen besonderen Platz im Umfeld der Hoffmann-Forschung einnimmt, präsentiert in der Ausstellung eine Auswahl seiner Zeichnungen und grafischen Arbeiten, die literarische Motive Jean Pauls und E.T.A. Hoffmanns miteinander verbinden. Seine unverwechselbare, zugleich feinsinnige wie phantastische Bildsprache fand bei der Eröffnung große Anerkennung.

Zum Abschluss der Ausstellung ist am 26. Januar 2026, anlässlich des Geburtstags E.T.A. Hoffmanns, eine druckgrafische Aktion geplant. Zahlreiche Besucher haben sich bereits für eine Signatur des von ihm illustrierten Lyrikbandes „Schnurrpfeifenkarussell“ angemeldet.

Impressionen