Forschungsforum

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft vom 25. Juni 2000 wurde ein Forschungsforum eingerichtet. Es bietet eine Plattform zur Darstellung laufender Projekte und zur Diskussion ihrer Ergebnisse. Als Teilnehmer sind in erster Linie Doktoranden erwünscht, die aus ihren Arbeiten referieren, doch sollen auch andere Mitglieder Gelegenheit erhalten, etwas Interessantes aus ihrer Werkstatt darzubieten. Inhaltlich gesehen soll es sich nicht nur um philologische Vorträge handeln. Auch Verbindungen zwischen Literatur und benachbarten Gebieten dürfen hergestellt werden. Die Darbietungsform muss nicht unbedingt das wissenschaftliche Referat sein. Das Forschungsforum verzichtet bewusst auf die Vorgabe eines Rahmenthemas, um die bunte Vielfalt der Beschäftigung mit E.T.A. Hoffmann spiegeln zu können.

Die von auswärts anreisenden Teilnehmer werden von der Gesellschaft mit einem – freilich bescheidenen – Unkostenbeitrag für Reise und Unterkunft unterstützt. Die Grundlage dafür hat ein Mitglied durch bedeutende Spenden geschaffen, Frau Dr. Gerda Moninger. Sie ist am 24. Dezember 2010 verstorben.

Programm des Forschungskolloquiums 2021

Nachdem die Jahrestagung und das Forschungsforum 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste, veranstaltete die E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft in Kooperation mit der Staatsbibliothek Bamberg am 29. Oktober 2021 ihr erstes Online-Nachwuchskolloquium „Junge E.T.A. Hoffmann-Forschung“. In dieser Online-Veranstaltung stellten Master- und Promotionsstudierende ihre Forschungsprojekte zu E.T.A. Hoffmann vor.

Begrüßung durch die Präsidentin der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft, Prof. Dr. Bettina Wagner, Staatsbibliothek Bamberg

Panel I: Schreiben (Moderation: Jonas Meurer, Universität Bamberg)

  • Maximilian Kloppert (Universität zu Köln, DE), „‘Mit Tinte beflecktes Papier‘. Handschriftlichkeit in den Romanen E.T.A. Hoffmanns.“
  • Celina Imm (Universität Bremen, DE), „Weibliche Lese- und Schreibszenen im Spiegel von Zeitschriftenliteratur.”
  • Respondent: Dennis Schäfer, Princeton University, USA

Panel II: Lesen (Moderation: Dr. des Alina Boy, Universität zu Köln)

  • Lukas Brandl (Universität Wien, AT), „Unbestimmtheit und Konkretisation – Eine lesetheoretische Annäherung an E. T. A. Hoffmanns Der Sandmann.“
  • Marina Rančić (Universität Split, HR), „Das Unheimliche im 21. Jahrhundert: Die Sandmann-Verfilmung von 2012.“
  • Irina Sergeeva-Chernykh (Staatliche Universität St. Petersburg, RU), „Die Poetik des Unheimlichen in E.T.A. Hoffmanns Roman Die Elixiere des Teufels im Kontext des psychoanalytischen Diskurses.“
  • Respondent: Christian Struck, Harvard University, USA

Panel III: Transformieren (Moderation: Katja Holweck, Universität Mannheim)

  • Jude Daniel Tolo (Universität Jaunde I, CM), „Medienkomparatistik – Die hoffmanneske Phantastik in Literatur und Film : Eine transmediale Untersuchung zu E.T.A. Hoffmanns ‚Der Sandmann‘ und Andreas Dahns ‚Der Sandmann.‘“
  • Katarzyna Kruszewska (Universität Warschau, PL), „Von der Erzählung zum Libretto. Zur Undine von E.T.A. Hoffmann.“
  • Respondent: Sebastian Brass, Harvard University, USA

Schlusswort von Prof. Dr. Claudia Liebrand, Universität zu Köln

Forschungsforum 2019

Beim Forschungsforum anlässlich der Jahrestagung 2019 in Bamberg referierten

  • Christina Heurig: „Der Sandmann“. Eine visuelle Übersetzung des Textes in Kunstbuch und Ausstellungserlebnis für das E.T.A. Hoffmann-Haus
  • Ursula Jäcker: Das E.T.A. Hoffmann Portal – Aktuelle Entwicklungen und Zukunftspläne
  • Stefanie Junges: Von „zerstreuten Blättern“ und „Blättlein aus der Brieftasche“. Schlegels Lucinde als ‚Hypotext‘ zu Hoffmanns „Die Irrungen“ und „Die Geheimnisse“
  • Anna Köbrich: „Ohne Sinn und Verstand abgesprudelt“. Zum Thema der musikalischen Tempovorstellungen in E.T.A. Hoffmanns „Ritter Gluck“ vor dem Hintergrund der Aufführungspraxis zu Beginn des 19. Jahrhunderts
  • Bernhard Schemmel: Die E.T.A. Hoffmann-Klause auf der Altenburg